Kunde = Opfer?
Zur Zeit gehen ja mächtig viele Beschwerden über das Möbelhaus Ikea raus. Der Vorwurf ist, vorallem bei Möbelhäusern, nicht neu: Preisumstellung - ausgeschriebene Preise, die nicht dem im EDV hinterlegten Preis entsprechen, der immer höher ist. Und so geht das meistens vonstatten: Der Kunde sieht, dass ein Regal 50 Euro kostet, schleppt es zur Kasse und dort werden ihm 59 Euro abgeluxt, weil dies der "echte" Warenpreis ist. Man könnte sagen, dass es sich hierbei um einen Kauf aufgrund falscher Tatsachen handelt, es zurückgeben oder sich direkt beschweren. Nein, stattdessen bezahlt der Durchschnittskunde (will ja die anderen Kunden in der Warteschlange nicht aufhalten), jammert zu Hause rum und fängt an, sich bei dem Verbraucherschutz zu beschweren und raubt kostbare Zeit und Mittel, die der Verbraucherschutz mal wo anders investieren könnte.
Ja gut, dass ist nicht schön, wahrscheinlich auch nicht rechtens und nett ist es nicht, wenn man mit seinen Kunden so umgeht und sie für so dumm hält. Aber jetzt mal ehrlich, wenn diese Masche nicht immer wieder funktionieren würde, dann müssten jene Geschäfte dicht machen oder sich etwas anderes einfallen lassen. Fakt ist aber, dass diese Taktik schon seit Jahren für wirtschaftlichen Erfolg vieler großer Warenhäuser garantiert. Theoretisch darf ich also behaupten: Der Kunde (klar nicht alle) ist tatsächlich eines von beidem oder alles auf einmal: dumm, verblendet, zu sehr in Eile, geldverschwenderisch, gleichgültig, übermäßig freigiebig etc. Theoretisch, wohlbemerkt.
Was ist denn los mit den "Bürgern", mit den Kunden in Deutschland? Muss für jede banale Sache gleich ein bürokratischer Mehraufwand betrieben werden? Kann man nicht auch einmal die Macht als Käufer und als Verbraucher - die man nun einmal hat - selbst anwenden? Braucht es dazu immer einen Vertreter (Lobby haben wir ja keine)? Bekommen die Menschen ihr Maul nicht auf? Warum? Wenn ich bspw. bei Rewe auf dem Preisschild beim Federweißer 1,79 lese und an der Kasse wird stattdessen 1,99 gescannt, dann sage ich unter welchen Vorraussetzungen ich diese Flasche kaufen wollte, zeige wenn nötig dem Kassenmenschen auch wo der Preis steht, für den ICH eingekauft habe und den Kassenbon. Ich fordere dann eine Änderung oder gebe die Flasche zurück. Wenn das jeder machen würde, wächst natürlich die Schlange an den Kassen, aber ist es nicht gerade das, was Aufmerksamkeit erzeugt? Liegt nicht da unsere "Macht" als Verbraucher?
Salopp gesagt: Die Deutschen jammern rum weil sie sich so fühlen, als würde ihnen der Einzelhandel die Einkaufsgewohnheit diktieren. In Wirklichkeit ist es die Schuld jedes Einzelnen, wenn er sich die Verantwortung abnehmen lässt und den Kassenbon gleich wegwirft. Leute - der Kassenbon IST ein Vertragsabschluss. Viele Kunden lassen sich so leicht betrügen, weil sie scheinbar ihre Aufmerksamkeit auf dem Parkplatz abgestellt haben, dabei ist doch gerade der Einkauf unserer Nahrung ein wichtiger und auch anspruchsvoller Teil des Alltages, aber gerade da schlampern wir? Es hat nie jemand notariell beglaubigt dafür garantiert, dass Verbraucher fair behandelt werden, demnach muss ich selbst dafür sorgen das ich nicht unfair behandelt werde und nicht bei jedem Kinkerlätzchen "Mama, Papa" rufen muss. Wenn der Kunde sich etwas diktieren lässt, ist es nicht selten sein eigenes Versäumnis, wenn er nicht auf seine Rechte pocht. Deswegen muss man nicht aggressiv vorgehen. Lieber freundlich, bestimmt und selbstbewusst. Es bringt nichts die Menschen an der Kasse anzupflaumen, denn diese machen nicht die Preise und sind auch nicht für die Dreistigkeit der Firmen verantwortlich.
Wir Kunden sind keine wehrlosen Spielbälle. Klar haben wir als Kunden nicht alles in der Hand, aber ausgerechnet da wo es zieht, packen wir nicht an? Das ergibt keinen Sinn, wenn gleichzeitig alle rumjammern wie ungerechtfertigt hoch die Preise sind, aber bereitwillig an der Kasse mehr zahlen als ausgezeichnet wurde.
Zum Schluss noch etwas: Ich weiß aus eigener Erfahrung wie verdammt dreist manche Geschäftsleute und Firmen sein können. Erst letztens hat ein Call-Agent meinem an einer Vorstufe der Alzheimer erkrankten Vater einen zusätzlichen Telefonanbieter aufgeschwatzt - ergo wird jetzt alles doppelt gezahlt bis der Vertrag kündbar ist. Ich weiß auch, dass wir uns als Kunden nicht vor dem gesamten Schindluder, der mit uns getrieben wird, schützen können. Aber eben bei obigem Beispiel, wo wirklich etwas machbar ist, bleiben viele einfach stumm und das verstehe ich nicht.
Ja gut, dass ist nicht schön, wahrscheinlich auch nicht rechtens und nett ist es nicht, wenn man mit seinen Kunden so umgeht und sie für so dumm hält. Aber jetzt mal ehrlich, wenn diese Masche nicht immer wieder funktionieren würde, dann müssten jene Geschäfte dicht machen oder sich etwas anderes einfallen lassen. Fakt ist aber, dass diese Taktik schon seit Jahren für wirtschaftlichen Erfolg vieler großer Warenhäuser garantiert. Theoretisch darf ich also behaupten: Der Kunde (klar nicht alle) ist tatsächlich eines von beidem oder alles auf einmal: dumm, verblendet, zu sehr in Eile, geldverschwenderisch, gleichgültig, übermäßig freigiebig etc. Theoretisch, wohlbemerkt.
Was ist denn los mit den "Bürgern", mit den Kunden in Deutschland? Muss für jede banale Sache gleich ein bürokratischer Mehraufwand betrieben werden? Kann man nicht auch einmal die Macht als Käufer und als Verbraucher - die man nun einmal hat - selbst anwenden? Braucht es dazu immer einen Vertreter (Lobby haben wir ja keine)? Bekommen die Menschen ihr Maul nicht auf? Warum? Wenn ich bspw. bei Rewe auf dem Preisschild beim Federweißer 1,79 lese und an der Kasse wird stattdessen 1,99 gescannt, dann sage ich unter welchen Vorraussetzungen ich diese Flasche kaufen wollte, zeige wenn nötig dem Kassenmenschen auch wo der Preis steht, für den ICH eingekauft habe und den Kassenbon. Ich fordere dann eine Änderung oder gebe die Flasche zurück. Wenn das jeder machen würde, wächst natürlich die Schlange an den Kassen, aber ist es nicht gerade das, was Aufmerksamkeit erzeugt? Liegt nicht da unsere "Macht" als Verbraucher?
Salopp gesagt: Die Deutschen jammern rum weil sie sich so fühlen, als würde ihnen der Einzelhandel die Einkaufsgewohnheit diktieren. In Wirklichkeit ist es die Schuld jedes Einzelnen, wenn er sich die Verantwortung abnehmen lässt und den Kassenbon gleich wegwirft. Leute - der Kassenbon IST ein Vertragsabschluss. Viele Kunden lassen sich so leicht betrügen, weil sie scheinbar ihre Aufmerksamkeit auf dem Parkplatz abgestellt haben, dabei ist doch gerade der Einkauf unserer Nahrung ein wichtiger und auch anspruchsvoller Teil des Alltages, aber gerade da schlampern wir? Es hat nie jemand notariell beglaubigt dafür garantiert, dass Verbraucher fair behandelt werden, demnach muss ich selbst dafür sorgen das ich nicht unfair behandelt werde und nicht bei jedem Kinkerlätzchen "Mama, Papa" rufen muss. Wenn der Kunde sich etwas diktieren lässt, ist es nicht selten sein eigenes Versäumnis, wenn er nicht auf seine Rechte pocht. Deswegen muss man nicht aggressiv vorgehen. Lieber freundlich, bestimmt und selbstbewusst. Es bringt nichts die Menschen an der Kasse anzupflaumen, denn diese machen nicht die Preise und sind auch nicht für die Dreistigkeit der Firmen verantwortlich.
Wir Kunden sind keine wehrlosen Spielbälle. Klar haben wir als Kunden nicht alles in der Hand, aber ausgerechnet da wo es zieht, packen wir nicht an? Das ergibt keinen Sinn, wenn gleichzeitig alle rumjammern wie ungerechtfertigt hoch die Preise sind, aber bereitwillig an der Kasse mehr zahlen als ausgezeichnet wurde.
Zum Schluss noch etwas: Ich weiß aus eigener Erfahrung wie verdammt dreist manche Geschäftsleute und Firmen sein können. Erst letztens hat ein Call-Agent meinem an einer Vorstufe der Alzheimer erkrankten Vater einen zusätzlichen Telefonanbieter aufgeschwatzt - ergo wird jetzt alles doppelt gezahlt bis der Vertrag kündbar ist. Ich weiß auch, dass wir uns als Kunden nicht vor dem gesamten Schindluder, der mit uns getrieben wird, schützen können. Aber eben bei obigem Beispiel, wo wirklich etwas machbar ist, bleiben viele einfach stumm und das verstehe ich nicht.
Fetzen - 7. Sep, 13:59








